Friedhof Bielefeld Sennestadt

11.12.22: Weltgedenktag für verstorbene Kinder

„Ein Licht geht um die Welt“

In jedem Jahr am 2. Sonntag im Dezember findet der Weltgedenktag für verstorbene Kinder statt.

Ein Kind zu verlieren gehört zu den schmerzlichsten Erfahrungen des Lebens.
Jedes Jahr sterben allein in Deutschland rund 20.000 Kinder und junge Erwachsene und unzählige Kinder vor oder während der Geburt.

Überall bleiben trauernde Familien und Freunde zurück. Um mit der Trauer nicht alleine zu sein wird einmal im Jahr weltweit der verstorbenen Kinder gedacht. Rund um die ganze Welt stellen darum Trauernde seit vielen Jahren immer am 2. Sonntag im Dezember eine Kerze ins Fenster. Durch die Zeitverschiebung entsteht ein Lichterband, das die ganze Welt umspannt. Jedes Licht im Fenster steht für die Kinder, die unser Leben erhellt haben und nie vergessen sein werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben nicht verdunkelt und ist zugleich ein Zeichen der Solidarität untereinander.

Auch in diesem Jahr finden trotz der Corona-Pandemie in Bielefeld an diesem Tag zwei Gottesdienste statt, zu denen alle trauernden Mütter, Väter, Geschwister, Großeltern, Angehörige, Freundinnen und Freunde herzlich eingeladen sind. Es gelten die in Gottesdiensten üblichen Schutzmaßnahmen: 3G-Regel (geimpft. genesen, Schnelltest nicht älter als 24h, PCR-Test 48h) und das Tragen einer Maske (medizinisch oder FFP2).

  • Gedenkgottesdienst für alle verwaisten Familien und die Menschen, die sich ihnen verbunden fühlen,
    Sonntag 11.12.22 – 17.00 Uhr
    Süsterkirche Bielefeld
    Süsterplatz 2
    33602 Bielefeld
    Ansprechpartner: Pastor Christoph Steffen von der (Ev.-luth. Lydia-Kirchengemeinde in Bielefeld) und die Trauerbegleiterinnen Petra Einhaus und Lea Epp.
    Rückfragen richten Sie bitte an wir-erinnern-uns@gmx.de Tel. 0521 65115
  • Ein Hauch von Leben

„In Deutschland wird die Initiative vor allen vom Bundesverband verwaister Eltern e.V. unterstützt, einem Zusammenschluss von Selbsthilfegruppen trauernder Eltern. Der Verein beschreibt die vorgeschlagene Begehungsweise und die Bedeutung und Symbolik derselben wie folgt:
Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember stellen seit vielen Jahren Betroffene rund um die ganze Welt um 19.00 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so daß eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, daß diese Kinder das Leben erhellt haben und daß sie nie vergessen werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, daß die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben läßt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es versichert Betroffene der Solidarität untereinander. Es wärmt ein wenig das kalt gewordene Leben und wird sich ausbreiten, wie es ein erster Sonnenstrahl am Morgen tut.“ [Quelle: de.wikipedia.org]